Federkiel und Tintenhorn. Frühe Handschriften aus Graubünden

Sonderausstellung 5. Oktober 2019 bis 22. März 2020

Schreiben ist eine der ältesten Kulturtechniken der Welt. Seit Jahrtausenden nutzen Menschen die Schrift als Kommunikationsmittel, Wissensspeicher, für kultische Zwecke oder zur Kunst. Eine besondere Blütezeit in der Geschichte des Schreibens war das Mittelalter. In den Skriptorien der Klöster schufen Nonnen und Mönche prächtig ausgeschmückte Handschriften. Weltliche Herrscher besiegelten ihre Ansprüche und Anordnungen in Urkunden, augenfälligen Zeugnissen ihrer Macht. Allmählich eroberte die Schrift auch den Alltag: Was bisher mündlich geregelt worden war, hielten Schreiber und Notare nun immer häufiger mit Tinte auf Pergament fest.
Die Ausstellung zeigt diesen Wandel mit zahlreichen historischen Handschriften: Besonders prachtvollen, historisch bedeutsamen, aber auch eher unscheinbaren, hinter denen sich spannende Geschichten verbergen. Daneben zeichnet sie die Entwicklung der Schreibkultur von den Anfängen bis in die frühe Neuzeit nach. Schliesslich stellt sie die Aufgaben heutiger Archive vor, wo die wertvollen alten Handschriften aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Am Schreibpult kann man selber mittelalterliche Schriften kopieren und lesen.