Lawinenschnur
Objekt des Monats Februar 2016
Datierung: um 1930
Herkunftsort: Chur
Inventarnummer: H1986.136

Welche Hilfsmittel gab es früher, um in einer Lawine rascher gefunden zu werden? Praktisch nichts – ausser einer roten Lawinenschnur. Diese etwa 20 Meter lange, aus Hanffasern gezopfte Schnur war zu einem Knäuel gewickelt, den sich der Skitourenfahrer in die Tasche steckte. Das Ende befestigte er am Bauch. Bei Gefahr wurde der Knäuel fortgeworfen in der Hoffnung, dass ein Teil der Schnur im Lawinenkegel sichtbar blieb. Neuere Lawinenschnüre waren mit kleinen Distanzmarken und Richtungspfeilen versehen, die den Rettern die Suche erleichterten. Seit 1970 sind elektronische Lawinensuchgeräte mit Piepston auf dem Markt. Neuerdings macht ein Lawinen-Airbag-System von sich reden. Beim «Avalanche Ball» ist eine modernere Variante der «Lawinenschnur» im Einsatz, die den aufspringenden Ballon mit dem Bauchgurt verbindet. Der Airbag bleibt an der Oberfläche und die 6 Meter lange Schnur führt zur verschütteten Person.
Entdecken Sie weitere «Objekte des Monats» >>