Eis-Lametta

Objekt des Monats Dezember 2023

Datierung: um 1930
Herkunft: Chur
Inventarnummer: H2018.740

Eis-Lametta

«Früher war mehr Lametta» klagt Opa Hoppenstedt 1976 im Sketch «Weihnachten» von Loriot. Tatsächlich hat sich der Weihnachtsschmuck im Wandel der Zeit verändert.

Lametta wurde bereits 1610 in Nürnberg erfunden und symbolisiert am Weihnachtsbaum Eiszapfen. Es besteht aus Stanniol, das geschmolzen, gegossen, gewalzt und in sehr schmale Streifen geschnitten wird. Seit den 1960er Jahren verwendete man moderneren Christbaumschmuck und die Nachfrage nach den altmodischen, billigen Glitzerfäden ging zurück. Dazu kam, dass Stanniol-Lametta bleihaltig sein kann und die Umwelt belastet. Deshalb wird sie seit 2015 nicht mehr produziert. Girlanden aus Kunststoff bieten Ersatz.

In der Soldatensprache hält sich die Bezeichnung «Lametta» für eine grosse Zahl an militärischen Abzeichen, die an einer Uniform hängen. «Das ganze Lametta» ist eine abfällige Redewendung für überflüssigen Kram.

 

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