Fischlägel
Objekt des Monats Mai 2026
Datierung: 1. Hälfte 20. Jahrhundert
Herkunft: Chur
Inventarnummer: H1999.253

Der Fischlägel ist ein kleines, längliches Holzfässchen, das mit Wasser gefüllt wird. In diesem Behältnis können die geangelten Fische aufbewahrt und lebendig nach Hause gebracht werden. Durch den klappbaren Metalldeckel mit Löchern werden die Fische eingesetzt und mit Sauerstoff versorgt. Diese Vorrichtung unterscheidet den Fischlägel von den fest verschlossenen Lägeln, den länglichen Fässchen, mit denen Wein auf Saumtieren transportiert wurde.In Graubünden wurde 1862 das erste kantonale Fischereigesetz verabschiedet, das erstmals Schonfristen definierte und festlegte, mit welchen Geräten gefischt werden durfte. Seit 1903 muss, wer in Graubünden fischen möchte, ein Patent lösen. Als Hobby wurde die Angelfischerei erst nach dem Zweiten Weltkrieg beliebt. Damit auch genügend Fische in den bündnerischen Gewässern schwammen, wurde in Sils im Domleschg schon 1891 eine erste Fischbrutanstalt eröffnet und in Flüssen und Seen mit der Aussetzung von Jungfischen begonnen. So kamen auch Regenbogenforelle, Seesaibling und Namaycush aus Nordamerika in die bündnerischen Gewässer.
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